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Das Streben des Menschen nach einem vollkommenen, harmonischen Ort, an dem es an nichts mangelt und Friede herrscht, bekommt in unserer Zeit immer mehr Auftrieb. Davon zeugen nicht nur üppig angelegte Parks und deklarierte Naturschutzreservate, sondern im Gegensatz dazu auch immer komplexer gebaute künstliche Oasen, die dem Besucher ein Bild der perfekten Welt suggerieren.
Diese von Menschen gebauten 'Glückstempel' vermitteln das Gefühl im Schlaraffenland zu sein. Es sind Orte, an denen sich der Mensch frei von Alltagssorgen bewegen kann oder soll, die aber auch klar gegen aussen abgegrenzt sind. Diese exklusiven und exquisiten urbanen Traumwelten werden immer konkreter mit dem Paradies auf Erden assoziiert und als Solches propagiert.
Ins 'göttliche' Paradies erhalten nur gute Menschen Einlass, ihnen wird es an nichts fehlen und sie leben in vollkommener Eintracht und Harmonie. Im 'künstlichen', von Menschen erschaffenen Paradies, dient das Exklusive und Exquisite als Kriterium. Dieser paradiesische Zustand wird durch ein Vergnügungsangebot als sinnliches Erlebnis inszeniert und lässt keine Wünsche offen. Der Friede wird vom Sicherheitspersonal sichergestellt, die Wonne durch futuristische Konzepte aus der Freizeitbranche garantiert und an der Pforte entscheidet nicht Petrus über den Einlass, sondern der gesellschaftliche Status oder die Finanzkraft der Glücksuchenden.
Thierry Kleiner
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